langsam kann ich schon verstehen, dass die italiener uns deutschen gegenüber nicht sehr aufgeschlossen sind.
seit ostern füllt sich die stadt täglich mehr und mehr mit touristenströmen. die bars, cafés und restaurants auf dem piazza del campo sind aus dem winterschlaf erwacht und bewirten reiche touristen, die bereit sind für nen capuccino 4€ zu zahlen! alle, die nicht so viel zahlen wollen, sielen sich zu massen auf dem campo. essen pizza, trinken bier und cola und stehen dann auf, um ihren müll zurück zu lassen, der dann von müllmännern, die von der stadt extra angagiert sind um den platz sauber zu halten, aufgesammelt und entsorgt wird.
neustes spiel für uns: touristenraten. leider kann man den meisten touristengruppen sofort ansehen, woher sie kommen. momentan liegen französische jugendgruppen und deutsche oder amerikanische seniorengruppen ganz weit vorn.
französische jugendliche erkennt man meist daran, dass sie laut singen und die französische flagge dabei schwingen (gut, das ist wirklich einfach zu eraten, geb ich zu)
amis sind natürlich an ihren turnschuhen und den basecaps erkennbar und am, schon vom weiten deulich hörbaren, „really???“ „great!“ und „awesome!“. eines muss man ihnenen aber lassen: die meisten scheine in den spendenboxen, die es in jeder kirche gibt, sind us doller.
nun zu den deutschen. fremdschämen, aber mal sehr.
klassisch mit fettem haar und speckiger lederjacke, wird sich im supermark lauthals angeschrien: „muddi, sache mol is de fonda hir och mid sprudl odor ohne? isch hob meene ochn nämsch ni mid.“ „isch wees ni, mussde mol schiddln und gugn obs sprudln dud“ „haste ande solomi fürn uwe gedocht? was wollde dern glei für eine?“ „irgednene, weesch oh nimer!“
was sich dort abspielt, man man man. dagegen is „schakkeline kom’ wech von die regale du arsch!“echt harmlos. und besonders schön wirds dann an der kasse. weil nämlich eigentlich jeder deutsch (oder sagen wir lieber ostdeutsch) versteht, man muss es nur oft genug und in steigender lautstärke sagen. wenn gar nix nützt muss dann das improvisierte italienisch ran, indem man einfach an alle deutschen wörter noch ein O oder A dran hängt- una tüta, perfawore! gefolgt von peinlichem gekicher und einem genervten blick der kassiererin.
in solchen fällen wünscht man sich schwarze haare, um möglichst unauffällig davon zu kommen und nicht als deutsche enttarnt zu werden. kein wunder das die italiener uns verachten. es geht mir ja nicht anders…